Vom Lesen und Schreiben lernen zum kompetenten Umgang mit fachsprachlichen Texten

Entsprechend des Ziels, den Übergang zur Sekundarstufe erfolgreich zu gestalten, wird das Projekt »wortreich – Sprachbildung für alle« vom Ende her gedacht: Was müssen Schülerinnen und Schüler beim Übergang in den Sekundarbereich I können, um weiterhin schulisch erfolgreich zu sein?

Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dabei auf der fächerübergreifenden Vermittlung schriftsprachlicher beziehungsweise bildungssprachlicher Kompetenzen. Die Schreib-Lese-Kompetenz verstehen wir funktional, in dem Sinne, dass sie das Lernen sowie die Weiterentwicklung in allen Fächern und Lebensbereichen ermöglicht. Wir begleiten die Schulen dabei, die Lese- und Schreibkompetenzen der Schülerinnen und Schüler fortwährend zu überprüfen und gegebenenfalls zu fördern.

In den ersten beiden Schuljahren geht es neben dem Erwerb des Lesens und Schreibens vorrangig um kontinuierliche Texte. Das heißt Texte, die in fortlaufender Sprache verfasst sind. Dies schließt unterschiedliche Textsorten ein, sowohl literarische als auch Sachtexte. Später kommt in Zusammenarbeit mit den anderen Fächern die Vermittlung nicht kontinuierlicher Texte hinzu, zum Beispiel Tabellen, Schaubilder oder Diagramme. Die Kinder bekommen Hilfestellungen an die Hand, mit denen sie fachsprachliche Texte verstehen und produzieren können. Das ist eine Anforderung, die nach Ende der Grundschulzeit längst nicht von allen erfüllt wird.

Jeweils im zweiten Schulhalbjahr ist eine Lernstandsüberprüfung vorgesehen. Sie stellt sicher, dass sich bei einzelnen Kindern keine Lernrückstände aufbauen. Gegebenenfalls können weitere Fördermaßnahmen eingesetzt werden.

Nach den vier Modelljahren ist eine Evaluation und eine Transferphase in andere Schulen und Bereiche geplant.